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Welcher Lerntyp bin ich?

Wie lerne ich am effektivsten? Diese Frage taucht immer wieder auf, besonders aber kurz vor Klausuren. Gerade in der Prüfungsvorbereitungszeit spielt die richtige Lernmethode eine entscheidende Rolle. Dabei sollte man die unterschiedlichen Lerntypen beachten, denn häufig entscheidet nicht die Intelligenz über schnelles oder langsames Lernen.


Vielmehr sind es die falschen Lernmethoden, die den Lernprozess verzögern oder gar stoppen. Bevor es also ans Lernen geht, beschäftigt euch mit der Frage, welche Lerntypen es überhaupt gibt und mit welchem ihr euch identifizieren könnt. Die Bekanntesten zeigen wir im Überblick. Oft trifft nicht genau ein Lerntyp auf einen zu, sondern eine Kombination aus zwei verschiedenen.



Auditiver Lerntyp (Lernen durch Hören):

Beim auditiven Lerntyp spielt das Gehör eine entscheidende Rolle. Informationen werden am besten aufgenommen, wenn die zu vermittelnden Informationen gehört werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Lehrer spricht, jemand einen Vortag hält, die Informationen von einer CD abgespielt werden oder er sich das zu Verstehende selbst vorliest. Charakteristisch für diesen Lerntyp ist, dass er gut auswendig lernen kann und ihm deshalb besonders mündliche Aufgaben liegen. Zudem fühlt er sich durch starke Umgebungsgeräusche oder Hintergrundmusik gestört.


Visueller Lerntyp (Lernen durch Sehen):

Beim visuellen Lerntyp spielt das Auge eine entscheidende Rolle. Informationen werden am besten aufgenommen, wenn die zu vermittelnden Informationen gesehen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Bilder, Tabellen oder markierte Textstellen handelt. Dieser Lerntyp lernt am besten das, was visuell aufgearbeitet wurde. Charakteristisch für diesen Lerntyp ist, dass er sich besonders an selbst Gelesenes oder Gesehenes erinnert. Zudem lässt er sich leicht durch Unordnung ablenken.


Motorischer Lerntyp (Lernen durch Bewegung):

Beim motorischen Lerntyp spielt die Bewegung eine entscheidende Rolle. Informationen werden am besten aufgenommen, wenn er sich bei der Informationsvermittlung bewegen kann. Der motorische Lerntyp kann nicht lange konzentriert still sitzen. Während des Laufens prägt er sich den Stoff ein. Verfolgt damit sozusagen die Devise „learning by doing“. Charakteristisch für diesen Lerntyp ist,  dass er sich sehr gut an Informationen erinnert, die er durch Handeln, Ausprobieren oder Experimente gewonnen hat.


Kommunikativer Lerntyp (Lernen durch Kommunikation):

Beim kommunikativen Lerntyp spielt das Gespräch eine entscheidende Rolle. Informationen werden am besten aufgenommen, wenn er sich mit anderen über die zu vermittelnden Informationen austauschen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kommunikation im Dialog, in Diskussionen oder in Frage-Antwort-Spielen stattfindet. Charakteristisch für diesen Lerntyp ist, dass er sehr extrovertiert ist. Er braucht den Austausch und die Unterhaltung für einen erfolgreichen Lernprozess.


Medienorientierter Lerntyp (Lernen durch Medien):

Beim medienorientierten Lerntyp spielt die Nutzung von Medien eine entscheidende Rolle. Informationen werden am besten aufgenommen, wenn diese durch Medien vermittelt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Informationen über Lernprogramme, das Internet, Video oder Printerzeugnisse (inklusive Bücher) aufgenommen werden. Charakteristisch für diesen Lerntyp ist, dass er neuen Medien sehr nah steht, ständig neue Technologien ausprobiert und sich darin sehr gut auskennt.



Jeder muss für sich entscheiden, welcher Lerntyp er oder sie ist, da sich unterschiedliche Vorlieben und Gewohnheiten auch in den Lerntypen widerspiegeln. Unabhängig davon ist es sinnvoll, sich Informationen auf verschiedene Weisen zu verdeutlichen. Je unterschiedlicher, desto besser. Die Informationsaufnahme über verschiedene Sinnesorgane und Wahrnehmungskanäle fördert das effektive und nachhaltige Lernen, da der Lernstoff besser im Gedächtnis bleibt und die Lernzeit so verkürzt wird. Verlasse dich deshalb nicht nur auf das Hören, versuche auch mit deinen Augen zu lernen. Nutze die Diskussion und lasse nichts unversucht – dann wirst auch du ganz sicher erfolgreich sein beim Lernen.



Quellen:
www.iflw.de
www.philognosie.net